Gründungsgedanke
Die Internationale Länderkommission Kerntechnik - ILK - der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen wurde Anfang Oktober 1999 gegründet und setzt sich aus derzeit 13 Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, den USA, Schweden und der Schweiz zusammen. Die ILK soll einen wichtigen Beitrag liefern, den hohen international anerkannten Sicherheitsstandard der süddeutschen Kernkraftwerke zu erhalten und weiter zu entwickeln. Sie wird nicht nur die Ausstiegspläne der Bundesregierung kritisch bewerten, sondern auch untersuchen, inwiefern sich der scharfe Wettbewerb im liberalisierten Strommarkt - etwa mit Personalabbau - auf die Sicherheit auswirkt.
In den drei beteiligten Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen stehen 12 der 18 am Netz befindlichen deutschen Kernkraftwerke. Grundlage für die Einrichtung der ILK ist ein Verwaltungsabkommen zwischen den drei Ländern, das am 6. Juli 1999 in Karlsruhe unterzeichnet wurde. Die durch die Ministerpräsidenten der beteiligten Länder bestellten Mitglieder der Kommission wurden zunächst auf drei Jahre berufen, wobei eine einmalige Wiederberufung möglich ist. Die Mitgliedschaft in der Kommission ist ein persönliches Ehrenamt, das keine Vertretung zulässt. Die Kommission versteht sich als neutral.
Die Umweltminister der drei beteiligten Länder unterstrichen auf einer Pressekonferenz anläßlich der ersten Sitzung der ILK am 4.10.1999 die hohe Bedeutung der ILK für die unabhängige und objektive Beratung der drei Länder in Fragen der Sicherheit kerntechnischer Anlagen, der Entsorgung radioaktiver Abfälle sowie der Risikobewertung der Kernenergienutzung. Die Minister wiesen besonders auf die international anerkannte hervorragende Fachkompetenz der Kommissionsmitglieder hin, die als wesentliches Auswahlkriterium zugrunde gelegt wurde, sowie auf die Weisungsunabhängigkeit der Kommission.